Leoni ist fünf Jahre alt und sie hat knapp vor ihrem vierten Geburtstag angefangen, Geige zu lernen. Wie Marija, ihre Mutter, sich entschieden hat, Leoni den Geigenunterricht zu ermöglichen, finde ich ganz witzig. Denn alles hat in ihrer Zahnpraxis mit der Frage: „Was machen Sie beruflich?“, angefangen.
Natürlich habe ich daraufhin begonnen, über die Philosophie der Suzuki-Methode zu erzählen, und sie war sofort begeistert. Von Anfang an hat die Zusammenarbeit gut geklappt. Das gegenseitige Vertrauen hat es möglich gemacht, alle Bausteine der Suzuki-Methode sofort einsetzen zu können: das pädagogische Dreieck, der Besuch von Einzel- und Gruppenunterricht, die Wiederholung, die CD anhören, und last but not least das tägliche Üben.
Leoni übt täglich 45 Minuten und spielt alle Lieder mit der CD-Begleitung im Hintergrund. Ihr Lieblingsstück ist Alle Vögel sind schon da. Eine große Motivation, um Neues zu lernen und sich zu verbessern ist es für sie, den älteren Schülern zuzuhören und mit ihrer Mutter zu spielen. Marija hat dann auch mit großer Freude mit dem Geigenunterricht begonnen. Leoni profitiert viel davon, weil sie nicht nur ein Vorbild zu Hause hat, sondern auch mehr Verständnis und Unterstützung auf ihrem Weg zur Musik bekommt.
Als Lehrerin war ich besonders stolz auf sie, als sie während ihrem Geburtstag aus eigener Initiative ihren Kindergartenfreunden ein Konzert mit den Suzuki-Hits aus dem ersten Buch gegeben hat. Und ich durfte mir später die Videos davon anschauen: Fuchslied war besonders geliebt, denn die andere Kinder haben dabei auch mitgesungen. Das war für mich genau, was ich als die Seele der Suzuki-Methode verstehe. Danke Leoni!
Deine Geigenlehrerin, Annalisa Virzì